FUSS
SICHELFUSS – PES ADDUCTUS
des Kindes wird zunächst mit einer speziellen Füßchenmassage durch die Eltern behandelt. In schweren Fällen stehen uns maßgefertigte Lagerungsschienen bzw spezielle Therapieschuhe zur Verfügung.
KNICK-SENK-FUSS (PES PLANO-VALGUS)
Der Senk-Spreizfuß des Erwachsenen kann in der Regel mit Modelleinlagen gut behandelt werden. Die Einlagen werden nach einem Gipsmodell des Fußes individuell angefertigt. Auch Operationen beim schmerzhaften Knick-Senk-Fuss können durchgeführt werden. Der kindliche Knickfuß bedarf zumeist keiner Therapie mittels Modelleinlagen, da er der normalen Entwicklung des kindlichen Fußes entspricht. Barfuß laufen auf möglichst unebenem Untergrund fördert die normale Fußentwicklung.
KLUMPFUSS
Diese Fußfehlstellung ist behandlungsbedürftig und wird nach der Therapiemethode nach Ponsetti mittels Gipsredression durchgeführt. Nach dem erreichen der korrekten Fußform wird eine kleiner Eingriff durchgeführt und mit einer Schienenbehandlung die Therapie abgeschlossen.
HALLUX VALGUS und HAMMERZEHEN
sollten Einlagenversorgung, Schuhzurichtung und konservative Lokal-Therapie nicht ausreichen, stehen uns, je nach Grad der Fehlstellung, unterschiedliche Operationstechniken zur Verfügung, die herkömmlicherweise ohne Narkose völlig problemlos in Lokalanästhesie mit nur einem kurzen Krankenhausaufenthalt versorgt werden können.
HALLUS VALGUS
Ursache für die X-Stellung der Großzehe ist ein Spreizfuß, der durch eine zunehmende Schwäche im Bereich der Fußmuskulatur entsteht und ein Auseinanderweichen der Zehen-Mittelfußgelenke mit “Frostbeule” und Schmerzen zur Folge hat.
Bei unserer speziellen minimal-invasiven Operationstechnik wird der Fuß verschmälert, indem das Köpfchen des ersten Mittelfußknochens nach außen verschoben und mit einem Bohrdraht oder einer Mini-Platte und Spezialverband gehalten wird. Die Operation erfolgt in Lokalanästhesie, eine Narkose ist nicht notwendig.
Am ersten Tag nach der Operation kann man mit einem speziellen Verbandschuh nach Hause gehen. Auf Wunsch kann die Operation auch als Tagesaufnahme (ohne Übernächtigung) durchgeführt werden.
HAMMERZEHEN
Diese Zehenveränderungen entstehen aufgrund einer Veränderung des Fußes im Rahmen einer Fußfehlstellung, die verschiedenste Gründe haben kann. Sie endet in einer hammerartigen Positionierung und einem hochstehenden Gelenk einer oder mehrerer Zehen, die oft zur Einsteifung dieses Gelenkes und zur Bildung eines “Hühnerauges” führt. Wenn mit konservativen Mitteln (Pölsterchen, Zehenstreckübungen, geändertes Schuhwerk) keine Verbesserung erzielt werden kann, wird ein kleines Knochenstück operativ aus der Zehe entfernt, diese dadurch gekürzt und wieder in eine korrekte Position gebracht.
SEHNENÜBERLASTUNGSSYNDROME, sog. FERSENSPORN
Als Ergänzung zu den individuell gefertigten Sporteinlagen, Dehnungsübungen und Infiltrationen können unter Anleitung einer/unserer diplomierten Physiotherapeutin falsche Bewegungsabläufe korrigiert werden. Zusätzlich wird hier auch die Stosswelle (ESWT) von uns erfolgreich eingesetzt.
Schmerzhafte Veränderungen des Sprunggelenkes versorgen wir nach lokaler Therapie mit orthopädischen Schuhen, gegebenenfalls auch operativ. Entzündliche Erkrankungen der Sprung- und Fußgelenke des Rheumapatienten
stellen einen Spezialfall dar und erfordern eine individuell angepasste Operationstechnik über die wir mit großer Erfahrung verfügen.
RÜCKFUSS
Operationen am Rückfuß sind meist Eingriffe im Bereich der Achillessehne, die bei chronischen Beschwerden an der Sehne selbst oder im Einstrahlungsbereich der Sehne am Fersenbein durchgeführt werden.
Hier kann man Knochenhöcker abtragen, die an der Sehne reiben, die Sehne spalten oder abgestorbene Areale entfernen, bei Riss der Sehne muss diese wieder genäht werden.
SPRUNGGELENK
Beim Überknöcheln reißen oft die Seitenbänder am Außenknöchel. Je nach Schwere der Verletzung können diese konservativ oder operativ behandelt werden. Bei Anhaltender Instabilität und Sprunggelenksbeschwerden nach Seitenbandverletzungen kann das Sprunggelenk mittels einer speziell von uns entwickelten Bandrekonstruktion (Sehnenplastik/Bandplastik) wieder stabilisiert werden.
ARTHROSKOPIE DES SPRUNGGELENKES
Arthroskopische Eingriffe am Sprunggelenk werden beim Vorliegen geringer bis mäßiggradiger degenerativer bzw. posttraumatischer Veränderungen vorgenommen. Hier kann man Gelenksinnenhautwucherungen und Knochenvorsprünge, die aufgrund dieser Veränderungen gebildet haben entfernen bzw. ausfräsen.
Bei fortgeschrittenen Bewegungseinschränkungen oder Einsteifungen kann das Gelenk arthroskopisch oder konventionell offen operiert werden.
Bei Knorpelschäden am Sprunggelenk können
als Minimaleingriff oberflächliche Schäden arthroskopisch geglättet werden. Bei Schäden (oft mangelhafte Durchblutung), die bis in den unter dem Knorpel liegenden Knochen reichen, kann man Bohrungen anbringen, die die Durchblutung wieder normalisieren können.
Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden, gibt es die Möglichkeit der Knorpelzylindertransplantation (osteochondrale Transplantation)
WUNDMANAGEMENT
Bei chronischen Wunden gibt es eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten. Diese werden nach dem lokalen aktuellen Befund zusammengestellt. Die Betreuung erfolgt im Team gemeinsam mit speziell ausgebildeten Diplomkrankenschwestern.
EINLAGENVERSORGUNG UND SCHUHZURICHTUNG
Die fußgerechte Versorgung mit Orthopädischen Modelleinlagen in enger Kooperation mit unseren Bandagisten und Orthopädie-Technikern hat in unserer Ordinationsgemeinschaft eine hohen Stellenwert.
Bei Kindern benützen wir nur wenn notwendig zur Korrektur der Fußfehlstellung je nach Alter und Schweregrad speziell maßgefertigte handgearbeitete Modelleinlagen. Dies ersetzt jedoch nicht das möglichst lange Barfußgehen auf möglichst unebenem Grund (Sand, Wiese) und sollte als ergänzende Maßnahme gesehen werden. Auf Wunsch führen wir gemeinsam mit unseren Physiotherapeuten eine Ganganalyse durch und passen bei Bedarf podologische Einlagen an.
Für alle Patienten (auch Kinder mit neuroorthopädischen Krankheiten wie z.B. die infantile Cerebralparese) wird in enger Zusammenarbeit von Facharzt und Techniker eine individuelle und optimale Versorgung angepasst, von der Modelleinlage (auch propriozeptive Einlagen) und orthopädischen Schuhzurichtung bis hin zum orthopädischen Maßschuh.
